Wirbel um neue Partnerin von OB Hilbert – Behörde äußert sich

Was ist in Australien vorgefallen? Die Affäre des Oberbürgermeisters alarmiert den Stadtrat. Nun äußert sich ein sächsisches Amt.

Die neue Partnerin von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte diesen laut einem Bericht des Portals "Tag24" tatsächlich auf seiner Reise in Australien begleitet. Dort begannen der 51-Jährige und die Mitarbeiterin des sächsischen Bildungsministeriums offenbar ihre Affäre.

Die neue Liebe bedeutete das Aus für Hilberts 15-jährige Ehe mit Su Yeon Hilbert. Diese hatte die Affäre Hilberts in der vergangenen Woche zuerst publik gemacht und damit einen Wirbel in der Stadt ausgelöst. Ein Dresdner Linken-Stadtrat warf Hilbert daraufhin vor, bei seiner Reise in Australien Privates und Berufliches vermischt zu haben.

Landesamt bestätigt Anwesenheit von Hilberts Geliebter

Tilo Wirtz hatte den "Dresdner Neuen Nachrichten" (DNN) am Wochenende erklärt: "Hier kann man sich nämlich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Oberbürgermeister gleich einem barocken Fürsten seine Mätresse in der Delegation mitgeführt haben könnte oder der Zweck ihrer Anwesenheit in der Delegation lediglich vorgeschoben war." Das müsse sich die Stadt "entschieden verbitten", so Wirtz.

Ein Sprecher des sächsischen Landesamts für Schule und Bildung bestätigte dem Portal am Dienstag, dass Hilberts Affäre tatsächlich an einem Termin des Dresdner Oberbürgermeisters im australischen Perth teilgenommen hatte.

Sie sei jedoch "als Privatperson anwesend" gewesen, und nicht als "Bildungsbeauftragte aus Dresden", wie Medien zuvor berichtet hatten.

Opposition setzt Hilbert unter Druck

Im Dresdner Stadtrat steht Hilbert aufgrund der Affäre unter Druck: Laut dem Portal "Sächsische.de" fordert Linken-Politiker Wirtz nun ganz offiziell Aufklärung vom Oberbürgermeister darüber, wie dieser mit seiner Geliebten in Australien geurlaubt hat.

Demnach fragt Wirtz in einer Ratsanfrage, welche Kosten der Landeshauptstadt "im Zusammenhang mit der Reise des Oberbürgermeisters im April 2023 nach Australien entstanden sind". Dem Bericht zufolge haben auch Politiker der Linken und der AfD Anfragen in der Sache eingereicht.

Eine Stadtsprecherin sagte dem Portal, dass der Oberbürgermeister erwägt, "die Abrechnung der Reise komplett der Landesdirektion Sachsen zur Prüfung vorzulegen, um etwaige Vorwürfe auszuräumen."

Hilbert hatte sich im Sommer vergangenen Jahres gegen Eva Jähnigen (Grüne) in der Dresdner Oberbürgermeister-Wahl durchgesetzt. Der Liberale hatte sich vom Bündnis "Unabhängige Bürger für Dresden" aufstellen lassen und wurde von der CDU unterstützt.

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