Streit unter Großfamilien eskaliert: Verletzte bei Massenschlägerei

Großeinsatz in Castrop-Rauxel: Mehrere Menschen sollen sich hier mit Fäusten und Waffen teils schwer verletzt haben. Die Hintergründe sind unklar.

Im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel sind am Donnerstagabend mindestens sieben Menschen bei einer Auseinandersetzung verletzt worden. Wie ein Sprecher der Polizei Recklinghausen t-online sagte, sind nach bisherigen Erkenntnissen eine Person lebensgefährlich, zwei schwer und vier leicht verletzt worden.

Dem Sprecher zufolge soll es bereits am Mittwoch in der Ruhrgebietsstadt zu einem ersten Streit zwischen zwei größeren Familien gekommen sein. Gegen 17.45 Uhr am Donnerstag seien die Beamten dann zur Wartburgstraße ausgerückt. An einem dortigen Kreisverkehr sei es erstmals zu "lauten Gesprächen" unter den Beteiligten gekommen.

Großfamilien sollen Macheten und Knüppel eingesetzt haben

Die "Bild"-Zeitung und "Ruhr Nachrichten" berichteten am Abend, dass an der Kreuzung dann schlussendlich mehrere Männer mit "Messern, Knüppeln und sogar Macheten" aufeinander losgegangen seien. Ein Reporter vor Ort berichtete von Stichwaffen.

Die Polizei wollte sich dazu am Abend nicht äußern. Mehreren Berichten zufolge waren insgesamt rund 80 Menschen in den Streit, der sich wohl an mehreren Stellen im Stadtteil vollzog, involviert.

Den "Ruhr Nachrichten" sagte eine am Streit beteiligte Person, dass Ursache der Auseinandersetzung ein vorheriger Streit unter Kindern der beiden Familien gewesen sei. Als man sich zur Schlichtung des Zoffs am Donnerstagabend habe treffen wollen, habe eine Familie plötzlich über Social Media ihre Angehörigen aufgerufen, sie in der Wartburgstraße zu unterstützen.

Am Abend versammelten sich viele Anwohner am Einsatzort. Ein Gebäude wurde weiträumig abgesperrt.

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