Schlangenbader Tunnel könnte dauerhaft gesperrt bleiben

Seit April ist der Schlangenbader Tunnel in Wilmersdorf nicht mehr befahrbar. Der neue schwarz-rote Senat hätte gern, dass das so bleibt. In der Wohngegend dort hat sich allerdings der Schleichverkehr vervielfacht. Das will der Senat jetzt angehen.

Der Schlangenbader Tunnel in Berlin-Wilmersdorf könnte nach dem Willen des Senats dauerhaft für den Verkehr gesperrt bleiben.

Wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Rolf Wiedenhaupt mitteilte, soll untersucht werden, ob die Tunnelanlage dauerhaft zu bleiben kann. Das wurde am Donnerstag bekannt.

Diese Variante werde vom neuen schwarz-roten Senat demnach bevorzugt. Informationen über Zeitplan, Kosten oder zur Finanzierung einer alternativen Sanierung könnten demnach erst nach Abschluss der Untersuchungen gegeben werden, hieß es.

Tunnel seit April aus Sicherheitsgründen dicht

Der Tunnel war am 20. April aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Laut der Senatsverwaltung entspricht die Sicherheitsausstattung im Tunnel nicht den neuesten Standards. So fehlten Lautsprecher, über die im Notfall Informationen weitergegeben werden könnten, und Kameras zur Überwachung. Auch seien Fluchttüren bei Rauchbildung nicht gut genug zu erkennen. Außerdem seien verschiedene Sicherheitsausrüstungen zuletzt ausgefallen, beispielsweise sei die Lüftung defekt.

Nachdem sich Anwohnerinnen und Anwohner nach der Tunnelsperrung über Schleichverkehre in den Wohnstraßen in der Umgebung beschwert hatten, reagiert der Senat nun mit geänderten Verkehrsführungen.

Geänderte Verkehrsführungen nach Anwohnerbeschwerden

Wie die Verkehrsverwaltung am Donnerstag mitteilte, werden unter anderem zwei parallel zum Tunnel verlaufende Straßen als Einbahnstraßen Richtung Süden ausgewiesen. Betroffen seien die Schlangenbader Straße und die Sodener Straße, jeweils von der Wiesbadener bis zur Dillenburger Straße. Radverkehr soll aber in beiden Straßen weiterhin in alle Richtungen möglich sein.

Eine Hinweistafel soll zudem Autofahrerinnen und Autofahrer, die aus Richtung Südosten kommen, bereits an der Joachim-Tiburtius-Brücke im Ortsteil Steglitz auf die Tunnelsperrung und eine Umfahrungsmöglichkeit über die A 103 hinweisen, hieß es. Die Maßnahmen seien bereits angeordnet. Die entsprechende Beschilderungen sei für die kommende Woche geplant.

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