Russisches Kampfflugzeug stürzt ins Schwarze Meer

Ein russisches SU-25-Kampfflugzeug ist in der Nähe der Stadt Jeisk ins Schwarze Meer gestürzt. Urlauber filmten den Absturz.

In der Grenzregion zwischen Russland und der Ukraine ist offiziellen Angaben zufolge ein russischer Kampfjet über dem Asowschen Meer abgestürzt. Ersten Erkenntnissen zufolge sei am Montagnachmittag der Motor der Maschine vom Typ vom Suchoi Su-25 ausgefallen, teilten die Behörden der südrussischen Region Krasnodar mit.

Laut Angaben des russischen Militärbezirks Süd sei der Jet während eines Übungsfluges abgestürzt. Urlauber filmten den Absturz vom nahegelegenen Strand aus.

Der Pilot der Kampfjets aktivierte kurz vor dem Einschlag ins Meer den Schleudersitz. Rettungskräfte erklärten der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, der Pilot sei nach wenigen Stunden aus dem Wasser gezogen. Wiederbelebungsmaßnahmen seien eingeleitet worden.

 

Die Maßnahmen hätten den Piloten allerdings nicht mehr retten können. Die Telegramkanäle "Mash" und "112" berichten, der Pilot des Flugzeugs sei später im Krankenhaus verstorben. Beide Medien zitieren einen ihnen vorliegenden Bericht aus dem Krankenhaus in Jeisk. Demnach sei der Kampfpilot ertrunken.

Nicht der erste schwere Kampfjet-Unfall in der Region

Sowohl Russland als auch die von Moskau angegriffene Ukraine grenzen an das Asowsche Meer. Da Russland allerdings bereits 2014 die Halbinsel Krim annektiert und in den vergangenen 17 Monaten weitere Teile des ukrainischen Staatsgebiets besetzt hat, wird derzeit die komplette Küste von russischen Truppen kontrolliert. Aus der südrussischen Region Krasnodar wiederum starten immer wieder Kampfflugzeuge ihre Angriffe gegen das Nachbarland.

Es ist dabei nicht der erste schwere Kampfjet-Unfall in Jejsk. Im Oktober 2022 stürzte ein russischer Jagdbomber vom Typ Su-34 in ein Wohnhaus der Stadt. Dabei wurden mehr als ein Dutzend Menschen getötet.

https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_100209300/an-der-grenze-zur-ukraine-russischer-kampfjet-stuerzt-ins-schwarze-meer.html