Michael Schumachers Ex-Manager will Sarg mit Schubladen

Aufgrund gesundheitlicher Probleme beschäftigte sich Manager Willi Weber mit dem Tod. Dabei hat der 81-Jährige ungewöhnliche Vorstellungen von seinem Sarg.

Die Sorge um Willi Weber war im vergangenen Jahr groß. Der ehemalige Manager von Formel-1-Legende Michael Schumacher hatte über Monate mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, lag zwischenzeitlich im Krankenhaus. Die Ereignisse haben den 81-Jährige geprägt und ihn über den eigenen Tod nachdenken lassen.

"Ich habe in den vergangenen Wochen einige Prüfungen durchmachen müssen. Ich musste mich zwangsläufig mit dem Tod beschäftigen", erklärt er der "Bild"-Zeitung. Er sei zu einem Bestatter gegangen, als ihm die Idee gekommen sei, etwas mitzunehmen. "Ein paar Andenken von dieser Welt in die andere." Ihm sei klar geworden, "dass ich nichts mitnehmen kann von all dem, was ich mir erarbeitet habe".

Willi Weber und Michael Schumacher

Willi Weber und Michael Schumacher (Quelle: IMAGO / Andreas Beil)

Was genau er mitnehmen wolle, wusste er auch schon: "Ich brauch' einen Sarg mit Schubladen. Dann kann ich wenigstens die Uhren als Andenken mitnehmen." Laut dem Medium trug Weber in der Öffentlichkeit oft kostspielige Uhren, auch Modelle, die über 100.000 Euro hinaus gehen können.

Ist das überhaupt erlaubt?

Doch diesen Wunsch kann sich Weber nicht erfüllen. "Der Bestatter hat schon gesagt, ich könnte eine tragen. Aber die bekäme dann der Sargträger", sagt er. Tatsächlich ist es nur erlaubt, Gegenstände mit in den Sarg zu nehmen, die verrotten – wie etwa Briefe oder Fotos. Möchte man eine Feuerbestattung, dürfen die Objekte keine "schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes hervorrufen", heißt es in der Stuttgarter Friedhofssatzung. Uhren sind also nicht erlaubt.

Willi Weber ließ sich im November 2022 behandeln, weil er Postzosterneuralgie hatte – Nervenschmerzen, die nach einer Gürtelrose auftreten. Dabei fing er sich allerdings einen Krankenhauskeim ein. "Bild" berichtete über eine anschließende Blutvergiftung, über Antibiotikabehandlungen, Operationen und einen Rehaaufenthalt. Mittlerweile ist er wieder zu Hause und auf den Beinen.

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