Mann wird von vier Hunden gebissen und stirbt

Anfang April hat es nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) eine tödliche Hundeattacke in der Ortschaft Worin bei Seelow (Märkisch-Oderland) gegeben. Vier Englische Bulldoggen sollen einen 81 Jahre alten Mann gebissen haben. Laut Staatsanwaltschaft erlitt der Mann schwere Verletzungen, in einer Klinik sei er nach dem Vorfall gestorben.

"Uns liegt ein Sachverhalt vor, wonach es am 6. April dieses Jahres zur einer Beißattacke von vier Englischen Bulldoggen auf einen 81-jährigen Mann gekommen sein soll", sagte Ricarda Böhme, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), dem rbb. Der Mann soll beim Rasenmähen gewesen sein, als sich vier Hunde vom Nachbargrundstück durch den Zaun gedrängt und ihn gebissen haben sollen, wie Böhme erklärte.

Laut Staatsanwaltschaft erlitt der Mann zahlreiche schwere Verletzungen an Armen und Beinen und sei ins Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn eingeliefert worden. Dort sei er einen Monat später – am 7. Mai – gestorben.

Obduktionsergebnis liegt noch nicht vor

Die Ermittlungsbehörden in Berlin hätten die Obduktion übernommen, sagte Böhme dem rbb. Das abschließende Obduktionsergebnis liege allerdings noch nicht vor. Laut Staatsanwaltschaft ist erst in einigen Wochen mit Ergebnissen zu rechen. Ermittlungen gingen auch in Richtung der Hundehalter, betonte Böhme: "Wir müssen schauen, ob Aufsichtspflichten oder Halterpflichten verletzt wurden."

Ermittelt werde wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag gegenüber dem rbb bestätigte. Laut der Staatsanwältin Carola Ochs laufen die Ermittlungen jedoch in alle Richtungen.

Auf rbb-Nachfrage teilte das Ordnungsamt mit, es seien erste Maßnahmen ergriffen worden. Wie diese konkret aussehen, könne aber aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht mittgeteilt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.06.2023, 16:40 Uhr

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