Lehrerin auf A9 erschossen: Polizei startet Foto-Fahndung

Ein Auto verunfallt, dann fallen Schüsse: Der Täter flüchtet, eine in den Unfall verwickelte Lehrerin stirbt noch an Ort und Stelle. Was ist auf der A9 passiert?

Die Polizei Brandenburg sucht nach den tödlichen Schüssen auf der A9 Mitte Mai nun mit Fotos von dem Auto des Opfers nach weiteren Hinweisen zu der rätselhaften Tat. Zudem wurde für Hinweise, die zur Festnahme des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Das Auto der Frau: Wer kann Hinweise dazu geben?

Das Auto der Frau: Wer kann Hinweise dazu geben? (Quelle: Polizei Brandenburg)

Schüsse auf A9: Polizei bittet um Hinweise – 5.000 Euro Belohnung

Das Auto der erschossenen Frau war am 10. Mai zwischen 18 und 18.30 Uhr auf der A9 zunächst in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. Kurz nach dem Zusammenstoß zwischen den Anschlussstellen Beelitz und Brück erschoss ein Unbekannter die Fahrerin des Wagens mit wohl drei Schüssen in die Achselgegend.

Als die leblose Frau gefunden wurde, lief laut der "B.Z." der Motor des Fahrzeugs noch, die Warnblinkanlage war eingeschaltet und der abgebrochene Motorschlüssel befand sich im Zündschloss. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 40-jährige Lehrerin aus der Region, wie die "Märkische Allgemeine Zeitung" (MAZ) berichtete.

Die Frau hatte demnach ein Kind. Schulleiterin Barbara Neupauer sagte der "MAZ": "Wir sind erschüttert und werden alles Mögliche tun, um die Lehrer und die Schüler aufzufangen."

Umfangreiche Kontrollen am Tatort

Am Mittwoch führte die Polizei umfangreiche Verkehrskontrollen im Bereich des Tatortes durch. Zu den Ergebnissen wurde nichts bekannt. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingesetzt, um den Fall zu untersuchen. Von der Veröffentlichung der Fotos des Wagens erhofft sich die Polizei neue Hinweise zu dem rätselhaften Vorfall.

Die Ermittler suchen Zeugen, die zum fraglichen Zeitpunkt an dem Tatort einen Verkehrsunfall oder ein "ungewöhnliches Verkehrsgeschehen" beobachtet haben. Weiterhin fragt die Mordkommission, ob jemand dort auf dem Standstreifen im fraglichen Zeitraum Personen oder Fahrzeuge gesehen hat. Auch Personen, die das abgestellte Fahrzeug gesehen haben, sollten sich melden.

Sachdienliche Hinweise können telefonisch unter 0331 5508-2766 oder per E-Mail an [email protected] weitergereicht werden.

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