Landkreis Märkisch-Oderland warnt vor Bakterien im Trinkwasser

Der Landkreis Märkisch-Oderland warnt die Bewohner einiger Ortschaften vor einem krank machenden Bakterium im Trinkwasser. Der Erreger Pseudomonas oleovorans könne schwere Infektionen hervorrufen, die aber mit Antibiotika gut behandelbar seien, teilte der Landkreis am Freitagnachmittag mit. Betroffen seien rund 1.500 Menschen in den Gemeinden Gorgast, Bleyen, Kuhbrücke, Genschmar und am Oderdamm entlang. Woher der Erreger kommt, war bislang unklar.

Die Menschen in den betroffenen Gemeinden dürfen Leitungswasser nur abgekocht nutzen, auch etwa zum Zähneputzen. Sie sollten nicht duschen und für die Körperhygiene auch nur abgekochtes Wasser verwenden. "Der Wasserzweckverein ist mit Hochdruck dabei das Problem zu beheben und perspektivisch auf die Ursache zu gehen, weil noch wissen wir nicht woran es liegt", sagte Thomas Berendt - Sprecher des Landkreises Märkisch-Oderland - dem rbb am Sonntag.

Neue Probe am Montag entnommen

In einer regulären Wasserprobe sei das Bakterium am Freitag im Bereich Kuhbrücke im Trinkwasser des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Seelow nachgewiesen worden. "Wir können leider noch nicht sagen, wie lange das Problem bestehen wird", so Berendt. Erst wenn es drei negative Proben hintereinander gebe, sei das Wasser wieder unbedenklich. Das könnte eine Zeit dauern, unterstrich er.

Bereits an diesem Wochenende sei Berendts Angaben zufolge das Leitungsnetz gespült worden. Am Montag würden weitere Proben genommen.

Das Bakterium Pseudomonas oleovorans kann allgemein etwa in Kühlschmierstoffen vorkommen. Es könne leichtes Fieber auslösen, aber die Folgen könnten bis zur Blutvergiftung reichen, sagte der Landkreis-Sprecher. Das Bakterium kann über sehr kleine Hautverletzungen aufgenommen werden.

https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/2023/06/mol-bakterien-wasser-warnung.html