Klimaaktivisten sollen für Polizeieinsatz am BER zahlen

Nach einer Blockade am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) fordert die Bundespolizei für ihren Einsatz insgesamt 1.060 Euro von Klimaaktivisten.

Wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Freitag mitteilte, richtet sich die Forderung in unterschiedlicher Höhe gegen sechs Personen. Die Aktivisten der Klimagruppe Letzte Generation sollen an der Aktion am 24. November 2022 beteiligt gewesen sein.

Zuvor hatte die "Berliner Zeitung" berichtet. Vier Fälle befänden sich in der Vollstreckung, so die Sprecherin weiter. Zwei Aktivisten hätten jedoch Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt.

Die Aktion legte den Flugbetrieb am Flughafen Berlin-Brandenburg für fast zwei Stunden lahm. Nach damaligen Angaben der Bundespolizei verschafften sich mehrere Menschen Zugang zum Flughafengelände. Einige von ihnen hätten sich danach am Boden festgeklebt. Die Gruppe selbst teilte damals mit, dass einige Aktivisten mit Fahrrädern über das Gelände gefahren seien. Die Aktion wurde zudem live auf X, vormals Twitter, gestreamt.

Mitglieder der Letzten Generation blockieren immer wieder Flughäfen in Deutschland. Mitte Juli gelangten Klimaaktivisten auf die Rollfelder der Flughäfen Hamburg und Düsseldorf und legten damit den Ferienverkehr lahm. Auch am BER blieb die Aktion im November 2022 nicht die letzte dieser Art. Im Mai verschafften sich Klimaaktivisten erneut Zugang zum Flughafengelände und besprühten einen Privatflieger mit Farbe.

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