Grüne fordern VBB-Ergänzungsabo zum Deutschlandticket

Vor dem regionalen Bahngipfel am Montag haben die Grünen-Fraktionen in Berlin und Brandenburg VBB-Erweiterungen des Deutschlandtickets gefordert - etwa für Schüler und Studierende. Mitnahmeregeln sollen Familien zugute kommen.

Die Grünen-Fraktionen in Berlin und Brandenburg wollen das Deutschlandticket erweitern. Sie fordern, dass damit auch noch andere Menschen mitgenommen werden können, so wie das aktuell mit der VBB-Umweltkarte möglich ist.

Bei der Umweltkarte können am Wochenende, an Feiertagen und eingeschränkt auch an Werktagen ein Erwachsener und bis zu drei Kinder (bis 14 Jahre) kostenlos mitfahren.

Die Grünen-Landtagsfraktionen in Berlin und Brandenburg schlagen ein VBB-Zusatzticket für zwölf Euro im Monat vor, mit dem das Deutschlandticket um diese Mitnahmeregelung erweitert werden könnte. Zusätzlich soll der Käufer der VBB-Zusatzkarte statt bis zu vier Personen (ein Erwachsener und drei Kinder) ein Fahrrad mitnehmen dürfen. Das Zusatzticket für zwölf Euro sollte nach dem Wunsch der Grünen im Abo verkauft werden und monatlich kündbar sein.

Schnelle Verbesserungen für Familien und Studierende

Darüber hinaus fordern die Grünen ein Deutschland-Sozialticket und ein günstiges Ticket für weitere Gruppen: "Wir erwarten vom Bund und Volker Wissing, schnelle Verbesserungen beim Deutschlandticket für Familien und ein bundesweit einheitliches Semesterticket auf Basis des Deutschlandtickets", sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Abgeordnetenhausfraktion, Oda Hassepaß, dem rbb.

Solange der Bund das nicht liefert, sehen die Grünen in Berlin und Brandenburg die Landesregierungen in der Region in der Plicht, gemeinsam eine Lösung anzubieten. Für 29 Euro soll in diesem Fall der VBB für Menschen in Berlin und Brandenburg ein Deutschland-Sozialticket anbieten. Genauso viel soll nach Meinung der Grünen das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende in der Region kosten.

Wegner und Woidke treffen sich am Montag

Vor dem zweiten Bahngipfel von Berlin und Brandenburg, zu dem sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag in Potsdam treffen, fordert der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Brandenburger Landtag, Clemens Rostock, darüber hinaus Lösungen für die Ostbahn und die Stammbahn. Es müsse endlich eine belastbare Finanzierung geben für den zweigleisigen Ausbau der Ostbahn und deren Elektrifizierung.

Genauso fordert er Geld, damit die Stammbahn reaktiviert werden kann. "Dass der Bund bisher nicht mal die Finanzierung für einen Teil der Projekte zugesagt hat, ist enttäuschend. Der Bahngipfel muss das dringend ändern", so Rostock. Neben der Ostbahn steht auch der zweigleisige Ausbau der Bahnlinie Berlin-Stettin und Berlin-Cottbus auf der Tagesordnung.

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