Griller sollen Waldbrand ausgelöst haben – Polizei ermittelt

Es waren aufwendige Löscharbeiten in einem Waldstück in der Nähe von Bahngleisen. Nachdem sich die Feuerwehr den Weg freigekämpft hatte, fand sie Grillutensilien.

Trotz anhaltender Trockenheit haben Menschen in einem Waldstück in München offenbar gegrillt und dabei im Stadtteil Fasanerie einen Waldbrand ausgelöst. Laut Feuerwehr fiel bis zu 2.000 Quadratmeter Fläche den Flammen zum Opfer.

Wie Polizei und Feuerwehr am Mittwoch mitteilten, hatten mehrere Personen, die auf einem Wanderweg unterwegs waren, am späten Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr in der Nähe des Rangierbahnhofs München Nord Rauch bemerkt und die 112 gewählt. Um zum Brandort vordringen zu können, mussten die Einsatzkräfte sich den Weg mit Kettensägen freischneiden.

Polizei München: Gasflasche und andere Grillutensilien gefunden

Der nächste Hydrant war rund einen Kilometer entfernt. Die Feuerwehr musste daher in dem unwegsamen Gelände aufwendig eine lange Schlauchleitung legen. In der Zwischenzeit sei ein Löschfahrzeug mit großem Tank zum Brandort gependelt, um Löschwasser bereitzustellen. 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr hätten dreieinhalb Stunden gearbeitet, um den Schaden an der Vegetation so gering wie möglich zu halten.

Im Anschluss an die Löscharbeiten hätten Brandermittler unter anderem eine Propangasflasche gefunden, "sodass man davon ausgeht, dass da gegrillt worden ist", erklärte ein Sprecher der Polizei. Auch andere Utensilien würden auf Menschen hinweisen, die gegrillt hätten. Die Beamten ermitteln wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Der Sachschaden werde auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Personen wurden durch den
Brand nicht verletzt. Nun bittet die Polizei mögliche Zeugen um Mithilfe. Wer etwas gesehen hat oder etwas weiß, der wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/2910-0 bei den Beamten zu melden.

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