Festival am Hockenheimring nur Wochen vor Start abgesagt

Es hätte die Rocksause am Hockenheimring werden sollen. Jetzt aber ist das "Download Festival" wenige Wochen vor Eröffnung abgesagt worden. Doch warum?

2023 sollte es am Hockenheimring laut werden. Dort hätte am 23. und 24. Juni die zweite deutsche Ausgabe des "Download Festival" stattgefunden. Gruppen wie Slipknot, The Prodigy, Volbeat, Parkway Drive, Kreator oder Amon Amarth hätten auftreten sollen. Doch nicht mal einen Monat vor Beginn des Rockspektakels wird selbiges plötzlich abgesagt.

Auf der Instagram-Seite des Festivals wird das Aus verkündet. Dort heißt es: "Das für den 23. und 24. Juni geplante 'Download Germany' am Hockenheimring findet in diesem Jahr nicht statt. Mit Bedauern gab der Veranstalter heute die Absage des Festivals bekannt."

Die Gründe dafür seien "produktionstechnische Hindernisse", die sich "leider als unüberwindbar" erwiesen hätten. Weiter heißt es: "Bis zuletzt habe man versucht, das Festival für die Fans von 'Download Germany' zu realisieren. Die massive Anzahl von Open-Air-Veranstaltungen erschwere in diesem Sommer trotz des erstklassigen Line-ups die Organisation und Durchführung erheblich."

Anders als andere Festivals, die ihre Termine und Line-ups bereits letztes Jahr bekannt gaben, verkündeten die Macher erst am 13. Februar, dass es eine weitere Auflage des "Downloads" geben werde.

Das Original-"Download Festival" ist ein mehrtägiges Konzert, welches jährlich in England stattfindet. Vom Status her ist es dort mit dem deutschen "Rock am Ring" zu vergleichen. So treten dieses Jahr in England Metallica, Bring Me The Horizon, Slipknot, Disturbed oder Placebo aus. 2022 wurde es erstmals in Deutschland ausgerichtet.

Fans sauer über kurzfristige Absage

Die Absage des deutschen Ablegers kommentieren viele Fans. "Verstehe den Grund nicht. Dafür dass ihr jetzt Tausenden Fans die Chance, Slipknot, Parkway Drive etc. zu sehen genommen habt, ist das weniger als lieblos formuliert", motzt einer. Ein anderer: "Im Ernst?! Hotelbuchung und Anreise muss man so kurzfristig jetzt erst einmal storniert bekommen … 160 Euro für das Bahnticket sind definitiv weg. Unfassbar traurig."

"Also ihr habt eine schlechte Planung gehabt und die Kosten schlecht abgeschätzt. Um keine Verluste zu machen, sagt ihr das Festival ab. Das ist, was ich von dieser Erklärung verstehe", zeigt sich ein anderer Besucher verärgert. "Es wurden sicher zu wenig Tickets verkauft, muss man auch erst mal schaffen bei dem Line-up. Ist aber kein Wunder, wenn man erst 3,5 Monate davor ankündigt, dass es überhaupt stattfindet. Traurige Nummer", meint jemand in den Kommentaren.

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