Dresdner Oberbürgermeister urlaubt mit Affäre – Konsequenzen?

Wirbel um eine Affäre des Oberbürgermeisters: Seine Frau ist sauer, er gibt daraufhin die Trennung bekannt. Und die Opposition will Belege sehen.

Das Ehe-Aus des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert (FDP) sorgt für Wirbel in der Stadt: Nach 15 Jahren hat sich Hilbert von seiner Frau Su Yeon Hilbert getrennt. Erst auf Facebook und dann in der "Bild"-Zeitung warf sie dem Liberalen vor, während einer Australien-Reise eine Affäre gehabt zu haben.

Zunächst hatte Su Yeon in der vergangenen Woche ein Foto von Hilberts Geliebter in dem Sozialen Netzwerk veröffentlicht – und dazu geschrieben: "15-jährige Ehe beendet wegen seines Betrugs."

Die Affäre könnte nun auch ein politisches Nachspiel haben: Denn der FDP-Politiker war auch für die Stadt Dresden im australische Perth unterwegs – wohl in Begleitung seiner neuen Partnerin. Laut der "Bild"-Zeitung wurde die Geliebte Hilberts in Australien als "Bildungsbeauftrage aus Dresden" vorgestellt.

Linke fordert Aufklärung von Oberbürgermeister-Affäre

Der Linken-Stadtrat Tilo Wirtz sieht darin eine mögliche Vermischung von privaten und beruflichen Interessen. Er erklärte laut "Dresdner Neuen Nachrichten" (DNN) am Wochenende: "Hier kann man sich nämlich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Oberbürgermeister gleich einem barocken Fürsten seine Maitresse in der Delegation mitgeführt haben könnte oder der Zweck ihrer Anwesenheit in der Delegation lediglich vorgeschoben war." Das müsse sich die Stadt "entschieden verbitten", so Wirtz.

Ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte den DNN, dass Hilbert die Reise nach Australien privat finanziert und dabei lediglich einige dienstliche Termine wahrgenommen habe. Linken-Politiker Wirtz ist damit nicht zufrieden: "Wir werden uns die Details dieser Reise genau anschauen müssen. Welche Rechnung wurde auf wessen Kosten bezahlt?"

Der FDP-Politiker selbst bestätigte das Ehe-Aus und gab an, er freue sich nun "auf das Neue".

Hilbert hatte sich im Sommer vergangenen Jahres gegen Eva Jähnigen (Grüne) in der Dresdner Oberbürgermeister-Wahl durchgesetzt. Der Liberale hatte sich vom Bündnis "Unabhängige Bürger für Dresden" aufstellen lassen und wurde von der CDU unterstützt.

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