Dorfbürgermeister wehrt Angreifer mit Pfefferspray ab

In einem Dorf bei Tübingen kommt es zwischen zwei Männern zu einem Streit. Die Polizei musste daraufhin mit einem Großaufgebot anrücken. Offenbar wollte einer von ihnen in das Rathaus eindringen.

Im schwäbischen Dorf Ammerbuch-Poltringen bei Tübingen ist es am Freitagnachmittag zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 55-Jährigen und einem 68-Jahre alten Mann gekommen. Nach Informationen der "Bild" handelte es sich bei dem 68-Jährigen um den Ortsvorsteher der Gemeinde. Offenbar hinderte der 68-Jährige den Mann daran, das Rathaus zu betreten.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor 17 Uhr. Die beiden Männer gerieten laut Polizei in der Poltringer Hauptstraße vor dem Rathaus in einen Streit. In dessen Verlauf bedrohte der 55-Jährige den Dorf-Bürgermeister mit dem Tod und beleidigte ihn mehrfach. Bei der anschließenden Auseinandersetzung am Eingang des Rathauses setzte Ortsvorsteher ein Tierabwehrspray gegen seinen Kontrahenten ein.

Weil die versprühte Substanz rot war, gingen mehrere Passanten und Zeugen von Blut aus. Außerdem war zunächst von einer möglichen Schussabgabe die Rede, was sich aber nicht bestätigte. Verletzt wurde bei dem Streit niemand. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagenbesatzungen im Einsatz und nahm den 55-Jährigen in Gewahrsam. Gegen ihn wird nun wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt.

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