DFB-Star Alexandra Popp spricht über Tod ihres Vaters

Im vergangenen Jahr ereilte Alexandra Popp ein Schicksalsschlag: Ihr Vater starb. In ihrer Biografie gibt die DFB-Stürmerin nun Einblicke in ihre Gefühlswelt.

Als Alexandra Popp den Ball während des deutschen WM-Auftakts gegen Marokko zum 1:0 und 2:0 einköpft, hält sie sich ihre linke Hand wie einen Telefonhörer an den Kopf und streckt den rechten Zeigefinger gen Himmel. Es ist eine Jubelgeste, die Fans von der Wolfsburg-Stürmerin schon gewohnt sind und die Popp auch nach dem Elfmeter-Tor gegen Kolumbien wiederholt – denn sie hat einen ganz besonderen Hintergrund.

Die Geste ist eine Anlehnung an das Zitat "E.T. nach Hause telefonieren" aus dem berühmten Film über den kleinen Alien von Regisseur Steven Spielberg. Denn auch Popp selbst telefonierte auf ihren Reisen gerne nach Hause, unter anderem mit ihrem Vater.

 

Vater starb an Kehlkopfkrebs

Das ist nun jedoch nicht mehr möglich. Denn im Dezember 2022, kurz nach Popps überragenden Leistungen bei der Europameisterschaft in England, ereilte sie der Schicksalsschlag: Ihr Vater starb im Alter von nur 62 Jahren an Kehlkopfkrebs.

In ihrer am Dienstag erscheinenden Autobiografie "Dann zeige ich es euch eben auf dem Platz" spricht Popp über den schweren Verlust. Die Zeitschrift "Bunte" veröffentlichte einige Zitate vorab. "Immer wieder springt mein Herz in tausend Stücke beim Gedanken an Papa", schreibt der DFB-Star unter anderem. Sie sei schon immer ein "Papa-Kind" gewesen.

Emotionaler Abschied im Krankenhaus

Auch von dem emotionalen Abschied im Krankenhaus berichtet Popp. Sie habe ihm gesagt, dass er gehen darf. "Dass es okay ist. Dass wir okay sind, auch wenn wir ihn furchtbar vermissen werden."

Vom Tode ihres Vaters erfuhr Popp dann am 18. Dezember, als sie als Ehrengast beim Ball des Sports ist. Ihre Mutter rief sie an und sagte: "Papa hat es geschafft." Doch mit ihrem Jubel lebt das Andenke an ihren Vater weiter.

Nach dem Marokko-Spiel sagte Popp: "Ich telefoniere in dem Sinne auch nach Hause, vor allem weil wir gerade sehr weit weg sind. Das gilt nicht nur für die Menschen, die Zuhause vor den Fernsehern sitzen, sondern gerade auch für die Menschen, die nicht mehr unter uns sein können, aber trotzdem wichtige Menschen für mich sind oder waren. Das zeigt, dass ich an sie denke."

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