Deutschlands Gas-Deal mit Katar deckt nur Bruchteil des LNG-Bedarfs ab

Über 15 Jahre will Katar bis zu zwei Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr nach Deutschland liefern. Ein US-Unternehmen wickelt das Geschäft ab.

Düsseldorf, Berlin Katar liefert nun doch verflüssigtes Erdgas (LNG) nach Deutschland. Das hat der katarische Energieminister Saad Scharida al-Kaabie am Dienstag in Doha verkündet. Das LNG solle vom Staatsunternehmen Qatar Energy an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter zum deutschen LNG-Terminal Brunsbüttel liefere, sagte der Minister. Conoco Phillips ist neben ShellExxon Mobil, Total Energies und Eni als Partner an dem katarischen Staatskonzern beteiligt.

Die Lieferungen sollen 2026 beginnen und bis zu 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu zwei Millionen Tonnen Flüssigerdgas geliefert werden. Zu dem Preis wollte Qatar Energy sich nicht äußern. Mit deutschen Unternehmen gäbe es weitere Gespräche über LNG-Lieferungen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war im Frühjahr nach Katar gereist, um für LNG-Lieferungen zu werben. Mitglieder der Wirtschaftsdelegation, die den Minister begleitete, waren RWE-Chef Markus Krebber, VNG-Chef Ulf Heitmüller und Manager des Uniper-Konzerns.

https://www.handelsblatt.com/politik/international/fluessiggas-deutschlands-gas-deal-mit-katar-deckt-nur-bruchteil-des-lng-bedarfs-ab/28837006.html