Caroline Peters: "Fand diesen Zustand immer schrecklich"

Viele Menschen würden das Verliebtsein wohl als einen der schönsten Zustände beschreiben. Nicht so Caroline Peters. Dafür nennt sie jetzt auch ihre Gründe.

Schauspielerin Caroline Peters mag es nicht gern, verliebt zu sein. "Wenn ich ehrlich bin, fand ich diesen Zustand immer schrecklich", sagt die 51-Jährige im Gespräch mit "Bunte". Sie erklärt: "Totaler Kontrollverlust und zugleich völlig besessen zu sein von einer Person – das hat mir immer eher Angst gemacht."

Früher habe sie sich dafür geschämt, dass sie es nicht mag, verliebt zu sein. Heute sei das nicht mehr der Fall, sagt Peters. Sie findet: "Verliebtsein ist kein guter Kompass. Liebe braucht Zeit, bis man sie lesen kann."

"Löst bei mir gar nichts aus"

Auf die Frage, was sie denn attraktiv finde, antwortet Peters: "Schwierig, das Gesamtpaket muss stimmen. Aussehen, riechen, reden, lachen. Wenn jemand optisch attraktiv ist, aber stinklangweilig oder nur Blech redet, löst das bei mir gar nichts aus."

Frank Dehner und Caroline Peters: Das Paar besucht eine Theaterpremiere in Berlin im Jahr 2019.

Frank Dehner und Caroline Peters: Das Paar besucht eine Theaterpremiere in Berlin im Jahr 2019. (Quelle: IMAGO / Eventpress)

Ihr Lebenspartner Frank Dehner dürfte also kaum "stinklangweilig" sein "oder nur Blech" reden. Mit ihm lebt Caroline Peters in Wien – und schwärmt: "Das Tolle an Frank ist, dass man keine Parameter auf ihn anlegen kann, keine bürgerlichen Schablonen – ich werde nie lernen, wie er tickt, und das gefällt mir sehr." Was sie genau meint, erklärt sie mit einem Beispiel. So sei Zeit für ihren Partner ein dehnbarer Begriff: "Während bei mir die Tage oft im 30-Minuten-Takt durchorganisiert sind, überlässt er sich dem Strom des Daseins. Er folgt seinen Eingebungen sehr viel mehr als ich und das ist eben immer eine Überraschung." Das Paar hat sich durch gemeinsame Freunde kennengelernt.

Caroline Peters gehört zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. Dem breiten Publikum dürfte sie durch die ARD-Serie "Mord mit Aussicht" bekannt sein. In dieser spielte sie zwischen 2008 und 2014 die Hauptrolle der Ermittlerin Sophie Haas. Im vergangenen Jahr war Peters in Sönke Wortmanns "Der Nachname" zu sehen. In Kürze startet ihr neuer Kinofilm "Die Unschärferelation der Liebe".

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