Brandenburger Museen wollen auf mehr Nachhaltigkeit setzen

Auf der Burg in Storkow ist der Museumsverband des Landes Brandenburg zu seiner jährlichen Tagung zusammengekommen. Dabei haben die Teilnehmer unter anderem darüber diskutiert, wie sich die Museen besser für die Zukunft aufstellen.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat die rund 400 Museen im Land aufgerufen, sich dem Klimaschutz zu stellen. Benötigt würden kreative und innovative Lösungen rund um die Themen Klimaschutz, Energiewende und Ressourcenschonung, erklärte Schüle am Montag in Storkow (Oder-Spree) zur Eröffnung der Tagung des Museumsverbandes Brandenburg. Sie steht unter dem Motto "Raus aus dem Krisenmodus! Nachhaltig Museen stärken". Dazu standen auch Referate und Arbeitsgruppen auf dem Programm.

Museen und der Klimaschutz

Brandenburgs Museen stünden mitten in der Gesellschaft, sagte Schüle. "Sie bewahren unser kulturelles Erbe, stärken Identität, schlagen Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart". Zudem befassten sich die Teilnehmer mit aktuellen Fragen: "Wie können Museen Energie reduzieren? Wie können sie CO2 sparen? Oder wie kann Besucherinnen und Besuchern das Thema Klimaschutz vermittelt werden? All diese Fragen werden die Museen in den kommenden Jahren verstärkt beschäftigen - und auf all diese Fragen rund um die Themen Klimaschutz, Energiewende und Ressourcenschonung benötigen wir schlüssige Antworten, brauchen wir kreative und innovative Lösungen. Gut, dass der Museumsverband das Thema aufgreift und aktiv Zukunft gestaltet", so Schüle.

Zusätzlich wurden in Storkow drei weitere Bereiche diskutiert: die Sammlungen als Kern musealer Arbeit und einen effizienten Museumsalltag. Zudem ging es um die Vermittlung von Nachhaltigkeit in der Pädagogik, wie Arne Lindemann vom Museumsverband Brandenburg sagte. "Ein Museum ist nicht nur ein Abbild der gesellschaftlichen Meinung. Es kann auch aktiv vorangehen und Vorschläge machen, wie man den Klimawandel generell angehen kann", unterstrich Lindemann im rbb-Gespräch.

Einige Museen in Ostbrandenburg, so Lindemann, würden bereits mit gutem Beispiel vorangehen. "Das Museum Oder-Spree in Beeskow ist hier sehr aktiv. Die Mitarbeitenden gehen raus und fragen die Leute, was deren Sorgen in Richtung Klimaschutz sind und womit sie gerade zu kämpfen haben." Dies versuchten sie dann in eigene Formate in der Ausstellung zu gießen. Auch das Oderbruchmuseum in Altranft versuche mit der Region drumherum ins Gespräch zu kommen, so Lindemann.

Um Museen energetisch zu sanieren und die Folgen hoher Energiekosten abzumildern, will Schüle den Museen finanziell unter die Arme greifen.

Museumsverband unterstützt Vorstoß

Der Museumsverband Land Brandenburg unterstützt den Angaben zufolge die Einrichtungen im Land mit Fortbildungs- und Beratungsangeboten, etwa bei der Entwicklung von Museumskonzeptionen, der Vernetzung, der Provenienzforschung und bei der Digitalisierung.

https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/beitraege/2023/04/brandenburg-museumskonferenz-storkow-klimaschutz-tagung.html